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* 9.4.1948 00:05,
Montreal, Kanada
† 12.3.2011 6:30, Ibiza, Spanien
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Ich erinnere mich noch genau an das erste Mal,
als ich Ra Uru Hu in München live bei einem Einführungsvortrag
in das HDS erlebte. Es muss so etwa 1996 gewesen sein. Ich hatte
bereits zuvor von Jürgen Saupe den Einführungsvortrag in das
HDS gehört und von Jürgen Saupe mein erstes Reading erhalten.
Nun war ich gespannt auf Ra Uru Hu. Mein erster Eindruck von ihm
war "kosmisch". Mir war, als würde Ra durch sein
"so sein" mich lehren, was es bedeutet mich "im
Feld" (Neutrinofeld) zu bewegen.
Später nahm ich an verschiedenen Seminaren
und Abendvorträgen von Ra Uru Hu teil. Ich lernte von ihm, dass
man ihm in der richtigen Haltung begegnen muss, um von ihm eine
optimale Antwort zu bekommen, dass meine Haltung als Fragender
entscheidet, wie Ra antwortet. Stets wenn ich ihm versuchte für
seine Antworten zu danken sagte er lediglich
"no choice".
Wenn Ra über die verschiedenen Hexagramme sprach, war mir
jedesmal, als würde er uns durch ein Tor in die Landschaft des
jeweiligen Hexagrammes führen - und wieder heraus. Einmal
sprach Ra über das Hexagramm 16 "die Begeisterung".
Ich hatte gerade einige Zusammenbrüche als Vortragsredner und
Seminarleiter erlebt und fragte Ra, ob er mir etwas dazu sagen
könne. Ra sagte zu mir in seiner typisch kompromisslosen Art:
"Tor 16, da geht es um Meisterschaft. Du hattest die Leute
angelogen." Ich konnte damals seine Aussage nicht annehmen,
aber sie arbeitete jahrelang in mir. Heute weiß ich, dass er
Recht hatte. Die Kernigkeit und Echtheit in der Ra lehrte und
lebte als jemand der "sein Ding macht" verdient meinen
Respekt und meine Anerkennung.
Das Human Design System lebt in mir weiter. In
den letzten vierzehn Jahren habe ich viele Illusionen über das
Human Design System losgelassen, beispielsweise auch die
Wahnidee, man könne anhand des HDS erkennen, ob zwei Menschen
zusammen passen. Das Human Design zeigt sich mir immer mehr in
seiner nackten Form. Es hat Bestand in meinem Leben und erweist
sich nach wie vor als stützend, hilfreich und essentiell, doch
anders, als ich ursprünglich dachte.
Das letzte Mal traf ich Ra persönlich bei der
Beerdigung von Jürgen Saupe. Es war mir in den letzten Jahren
nicht möglich, Ra nahe zu sein.
In mir ist ein großer Respekt vor seiner klaren,
kompromißlosen Art des Lehrens und dessen, was er in die Welt
gebracht hat. Ra war eine Zeiterscheinung - ich durfte einer von
ganz vielen Zeitzeugen sein. Ich bin dankbar ihm in seiner
Blüte begegnet zu sein.
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