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Anna Bahlinger

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Was zeigt sich am Human-Design-Himmel?

Tendenzen im November 2016

Vorbemerkung:

Da die Human-Design-Körpergrafik für jeden beliebigen Zeitpunkt erstellt werden kann, lassen sich auch aktuelle Tendenzen daraus ablesen. In dieser Vorschau geht es also um die Frage, welche Mittel und Kräfte die Zeitqualität uns allen zur Verfügung stellt und wie diese im Alltag am besten genutzt werden können.

Generell gilt: Wie sehr die einzelnen Aussagen für jeden Einzelnen spürbar werden, hängt von der persönlichen Grundausstattung ab, die sich in der individuellen Human-Design-Grafik zeigt.

Und noch etwas:
Ich versuche zwar, diese Vorschauen so zu schreiben, dass sie möglichst auch ohne Human-Design-Kenntnisse verständlich sind. Für diejenigen, die es interessiert, gebe ich aber dennoch an, worauf sich meine Aussagen beziehen (Tore, Kanäle, Planeten etc.). Das heißt: Wen das nicht interessiert, der möge bitte über diese Angaben hinweglesen! Danke.
 

Chart vom 1. November 2016, 12:00 Uhr MEZS

Chart vom 1. November 2016, 12:00 Uhr MEZ

Was mir für diesen Monat als Erstes ins Auge springt, ist das Thema Gemeinschaft. Nachdem der ganze Sommer und Frühherbst stark durch die Hinterfragung des eigenen Weges geprägt war und generell viele alte Gewissheiten in Zweifel gezogen wurden, kommen jetzt zwei Monate, in denen der Bereich der Zugehörigkeit zu anderen Menschen auf der Tagesordnung steht (die Mondknoten aktivieren Kanal 37-40, „Gemeinschaft“, vom 30. Oktober genau bis Heiligabend!). Dieser Gemeinschafts-Kanal ist im Human-Design-Chart die Verbindung von Emotion und Willenskraft: Das Zusammensein und die Zusammengehörigkeit mit anderen trägt einen emotional und bringt menschliche Wärme (Tor 37, „Die Sippe“); auf der anderen Seite steht Willensstärke, die z.B. eingesetzt werden kann für die Vereinbarung und Einhaltung von Abmachungen und damit für die Aufrechterhaltung der Verbindung selbst – aber natürlich auch zur Abgrenzung (Tor 40 im Willenszentrum ist „Die Befreiung“). Letztendlich geht es um Unterstützung und materielle Versorgung („Ich geb dir dies, du gibst mir das.“).

Traulich vereint

Für die nächsten fast zwei Monate dürften wir also stärker als sonst auf Familie, Freunde und Zugehörigkeiten aller Art orientiert sein, auf die Frage: Wer gehört zu mir, mit wem fühle ich mich persönlich verbunden in Partnerschaft, Freundschaft, Familie, Arbeits- und Geschäftsbeziehungen?

Das Thema liegt schon länger in der Luft, ob konkret oder als Sehnsucht (Tor 37 wird schon seit zwei Jahren immer wieder von Neptun aktiviert); die Mondknoten färben es nun mit der Frage nach dem Woher und Wohin - d.h. hier mit der Frage: Wer ist wichtig auf meinem Lebensweg? Von welcher Gemeinschaft/Zugehörigkeit komme ich, mit wem bin ich jetzt und in Zukunft verbunden? Was (und wen) will ich wirklich? Vereins-, Firmen- oder sonstige Zugehörigkeiten können jetzt besonders gepflegt oder auch hinterfragt werden. Menschen, die jetzt neu ins Leben kommen, können eine besondere Bedeutung für die Zukunft haben.

Übrigens entspricht es dieser Gemeinschafts-Energie hervorragend, z.B. zusammen am Tisch zu sitzen und zu essen – und überhaupt einander persönlich zu begegnen, sich die Hand geben zu können. Berührung, Körperkontakt ist hier wichtig und bestärkt das „Wir“-Gefühl. Für mich klingt das nach einer kuscheligen Spätherbst- und Adventszeit!

Ich bin aber anders

Diese Ausrichtung auf die Gemeinschaft, auf die Zugehörigkeit und Unterstützung für andere und von anderen, steht im direkten Widerspruch zu einem anderen Thema, das den Monat November ebenfalls prägt, und das ist ein ausgeprägter Individualismus! Sonne und Erde durchlaufen fast den ganzen Monat „individuelle“ Tore, d.h. sie fördern das Leben dessen, was einen gerade von anderen unterscheidet, den Eigen-Sinn, das Innovative. Hier gilt das Motto: Ich mach mein Ding, egal, was irgendjemand davon hält! (Was auch einschließt, dass man sich unverstanden und unverstehbar fühlen kann.) Diese Tendenz zur Besonderheit, zur Individualität kommt im Lauf des Monats in verschiedener Weise voll zum Tragen und dürfte dann ebenso für alle spürbar werden wie der Gemeinschaftsbezug.

Wie sieht das genauer aus? Gleich zu Monatsbeginn haben wir alle den starken Druck, unsere jeweils eigene Wahrheit zu finden und zu ergründen (Kanal 61-24, „Bewusstheit“, vom 31. Okt. bis 3. Nov.); fast parallel dazu (vom 1.-4. Nov.) besteht übrigens auch die ausgeprägte Möglichkeit, etwas „an den Mann bzw. die Frau zu bringen“ bzw. mit möglichst wenig Aufwand möglichst viel zu erreichen (Kanal 44-26, „Hingebung“/Übermittler). Gute Tage für Marketingkonzepte in Übersteinstimmung mit den Bedürfnissen der Gemeinschaft/Familie/Firma... sofern sie sich mit der eigenen inneren Wahrheit vereinbaren lassen! Den Höhepunkt des Individualismus erreichen wir gegen Monatsmitte: Vom 11. bis 16. Nov. ist die Fähigkeit zu individuell-originellem Ausdruck gegeben (Kanal 43-23, „Strukturierung“); dazu gesellt sich drei Tage lang die Kraft und Selbstsicherheit, zu den eigenen Überzeugungen zu stehen, (Kanal 34-10, „Erforschung“, vom 13. bis 15. Nov.). An diesen Tagen dürfte also jeder damit beschäftigt sein, seine eigenen Erkenntnisse vermitteln zu wollen und auf jeden Fall zu sich selbst zu stehen (frei nach Luthers „Hier stehe ich, ich kann nicht anders“) - eine gute Zeit also, etwas auszusprechen, vielleicht auch beim Formulieren selbst zu noch mehr Klarheit zu kommen (dieses Phänomen habe ich auch ganz oft beim Schreiben dieser Monatstexte!), vermutlich sind diese Tage um die Monatsmitte aber weniger dazu geeignet, zu einer Verständigung oder zu Kompromisslösungen zu kommen.

Chart vom 14. November 2016, 12:00 Uhr MEZS

Chart vom 14. November 2016, 14:00 Uhr MEZ

In der letzten Woche des Monats, vom 23. bis 27. Nov., wird dann einfach gehandelt: Blitzschnelles Umsetzen ist jetzt möglich und eigentlich kaum zu umgehen (Kanal 57-20, „Geistesblitz“, und 34-20, „Charisma“), Impulse werden da sofort in die Tat umgesetzt. Das kann natürlich von Vorteil sein oder auch nicht – es kann jemandem auf die Sprünge helfen, der damit sonst eher Schwierigkeiten hat, kann aber auch zu überstürzten Aktionen führen... Also: Je klarer die Ausrichtung, desto mehr kann jetzt tatsächlich bewirkt werden.

Chancen und Risiken

Wie gesagt, dieses Individualitäts-Programm läuft gleichzeitig mit dem durchgehend aktivierten Gemeinschaftsthema. Ich bin gespannt, wie das zusammenspielen wird! Möglicherweise schwächt es sich gegenseitig ab, oder es steht je nach Situation und Umgebung mal das eine, mal das andere im Vordergrund. Ich würde aber schon erwarten, dass dieser Monat ein Balanceakt wird zwischen dem „Wir“ und dem „Ich“. Inwieweit sind mir die anderen wichtig, und was ist mir für mich selbst wichtig, was ist mein individueller Beitrag?

Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass die Diskussion über „neue Gemeinschaften“ als Zusammenschluss von Individuen (im Gegensatz zu den früheren Gemeinschaften mit ihrem starken Konformitätsdruck) wieder neuen Aufschwung bekommt bzw. generell die Frage, wie viel Individualismus/Eigensinn/Partikularismus eine Gemeinschaft verträgt oder wie viel Gemeinschaft ein Mensch benötigt. Inwieweit schaffe ich „alles“ allein, bzw. ist das eigentlich überhaupt wünschenswert? Oder: Wo bleiben meine eigenen Interessen, wenn ich mich vorwiegend für die Familie/Firma/Organisation irgendwelcher Art einsetze? - Auf der politischen Ebene kommt mir hier wieder einmal die EU in den Sinn mit ihrem aktuellen Problem eines offenbar verstärkten Nationalismus und der Tendenz zum Auseinanderdriften – diese Thematik könnte sich eher noch verschärfen: Es kommt darauf an, ob man die Gemeinschaft der Staaten höher wertet oder die der eigenen Nation.

Ein Hinweis für die konkrete Planung: Falls jemand eine Familienfeier, einen Betriebsausflug o.ä. ansetzen möchte, bei dem die Zusammengehörigkeit gestärkt werden soll, bieten sich die Tage vom 5.-8. oder vom 17.-22. oder ab 27. November nachmittags bis 1. Dezember an; für individuelle Projekte alle übrigen Novembertage!

Entscheidungsfähig oder nicht

Übrigens: Durch den beschriebenen Gemeinschaftskanal steht uns jetzt allen ziemlich viel Energie zur Verfügung, nämlich, wie gesagt, emotionale Kraft und Willensstärke (Emotion und Wille sind im Human Design-Chart zwei von den vier „Motoren“). Ziemlich viel Kraft, um etwas zu wollen (oder nicht zu wollen) – egal was. Und ziemlich viel Emotion - ob im Sinn von Freude oder von Ärger, Traurigkeit etc. (Für 50 % der Menschen ist das Dauerzustand – die anderen 50 % können die jetzige Aktivierung eventuell auch als Stabilisierung empfinden.) So ein Zustand spricht aber nicht unbedingt für tragfähige Klarheit, daher gilt jetzt für alle: Besser keine Entscheidung aus einer bloßen Stimmung heraus treffen! Auch denjenigen unter uns, die für gewöhnlich völlig „cool“ sind bzw. die intuitiv sofort wissen, was Sache ist, kann es jetzt passieren, dass sie mehr Zeit brauchen, um sich über etwas klar zu werden, weil die emotionale Stimmung alles überlagern kann. Also: Nicht wundern, und Entscheidungen am besten erst mal überschlafen!

Was noch?

Der November verspricht, zumindest in den ersten drei Wochen, tendenziell auch kreativ zu werden – wir können aus dem Inneren, der Intuition schöpfen (Jupiter in Tor 48, „Der Brunnen“, bis 21. Nov.); das kann künstlerischen Projekten aller Art zugute kommen oder auch Ideenreichtum in jedem anderen Sinne befördern. Dabei wie bei allem andern ist jetzt Regelmäßigkeit hilfreich (Saturn in Tor 5, regelmäßige Rhythmen, noch bis 24. Nov.): alle Dinge an ihrem Platz, geregelte Abläufe usw. erleichtern einen strukturierten Energiefluss. Und was nicht mehr stimmt, was sich überlebt hat, kann und sollte abgeschlossen bzw. losgelassen werden (Uranus noch bis 8. Dez. in Tor 42, „Die Mehrung“). So entsteht Raum für ein Weiterkommen, das jetzt von Pluto eingefordert wird (in Tor 54, „Ehrgeiz“, seit 25. Okt. und für die kommenden anderthalb Jahre!).

Fazit

Ein energiereicher Monat mit vielen Möglichkeiten zu handeln, aktiv zu werden und die Dinge, die sich in den letzten Monaten geklärt haben, in die Tat umzusetzen. Ob im Alleingang oder gemeinsam, das ist diesem Monat die Frage überhaupt. Die Bedeutung des „Wir“, das Getragensein durch andere Menschen, dürfte stärker hervortreten, genauso wie das Bedürfnis „sein eigenes Ding“ zu machen, unabhängig von den anderen und deren Verständnis oder gar Einverständnis. Insofern könnte es sich wie eine Gratwanderung zwischen „Wir“ und „Ich“ anfühlen. Möglicherweise wird jetzt auch verstärkt versucht, das „Eigene“ in die Gemeinsamkeit hineinzubringen und zu schauen, wie es da wirkt: als Sprengstoff? Oder gar als Stärkung? Vielleicht zeigt sich an manchen Stellen, dass sich etwas überlebt hat, und das kann und sollte jetzt gelöst werden: Aufräumen ist immer noch angesagt. Der Drang zum Vorankommen erfordert Klarheit, aber wenn diese vorhanden ist, kann es mit voller Kraft vorausgehen. Also besinnen wir uns auf das, was uns am Herzen liegt, und wagen die Schritte zu dessen Verwirklichung!

Anna Bahlinger
www.annabc.de

(Grafiken erstellt mit Neutrinos Through Windows, der Original-Human-Design-Software von Erik Memmert, www.newsunware.com)