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Anna Bahlinger

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Was zeigt sich am Human-Design-Himmel?

Tendenzen im Januar 2016

Vorbemerkung:

Da die Human-Design-Körpergrafik für jeden beliebigen Zeitpunkt erstellt werden kann, lassen sich auch aktuelle Tendenzen daraus ablesen. In dieser Vorschau geht es also um die Frage, welche Mittel und Kräfte die Zeitqualität uns allen zur Verfügung stellt und wie diese im Alltag am besten genutzt werden können.

Generell gilt: Wie sehr die einzelnen Aussagen für jeden Einzelnen spürbar werden, hängt von der persönlichen Grundausstattung ab, die sich in der individuellen Human-Design-Grafik zeigt.

Und noch etwas:
Ich versuche zwar, diese Vorschauen so zu schreiben, dass sie möglichst auch ohne Human-Design-Kenntnisse verständlich sind. Für diejenigen, die es interessiert, gebe ich aber dennoch an, worauf sich meine Aussagen beziehen (Tore, Kanäle, Planeten etc.). Das heißt: Wen das nicht interessiert, der möge bitte über diese Angaben hinweglesen! Danke.
 

Chart vom 1. Januar 2016, 12:00 Uhr MEZ

Chart vom 1. Januar 2016, 12:00 Uhr MEZ

Die Planeten halten sich nicht an die Monatsgrenzen, auch nicht an die Jahresgrenzen. Die erste wesentliche Veränderung im neuen Jahr findet am 3. Januar statt: Gleich zwei Planeten wechseln da ihre Position im Human-Design-Chart. Saturn, „der Richter“, der Planet, der für Ordnung und Struktur steht, wechselt von der Ebene der Details, die es zu beachten gilt (Tor 9, „Des Kleinen Zähmungskraft“), zu den regelmäßigen Rhythmen (Tor 5, „Das Warten“). Bis Ende Juni bleibt er dort – d.h., das ganze erste Halbjahr ist bei allem, was wir tun oder nicht tun, das Timing wichtig und die Einhaltung von Regelmäßigkeiten, Gewohnheiten, Tagesabläufen usw.: die Beachtung der „inneren Uhr“, um im natürlichen Fluss zu sein. Es ist also jetzt angeraten, feste regelmäßige Abläufe, z.B. einen festen Wochenplan, einzurichten, damit die Energie sich fokussieren kann. (Ich nehme mir sofort vor, meine Zeit besser als bisher einzuteilen!)

Chart vom 4. Januar 2016, 00:00 Uhr MEZ

Chart vom 4. Januar 2016, 00:00 Uhr MEZ

Der zweite Planet, der am 3. Januar in das nächste Human-Design-Tor rückt, ist Pluto; er steht für Transformation, für Urkräfte aus dem Inneren, die uns zutiefst antreiben. Pluto hat nun mehr als zwei Jahre lang kämpferische Kraft aktiviert (Tor 38, „Der Gegensatz“), den Einsatz für das, was jeder individuell als lohnend empfindet. Und Kämpfe aller Art hatten wir ja nun wahrlich genug! Für die nächsten gut zwei Jahre bestärkt Pluto nun den Drang voranzukommen, ganz konkret auf der irdisch-materiellen Ebene (Tor 54, „Ehrgeiz“). Aufzusteigen in der Gesellschaft. Das klingt nach einer guten Zeit für Unternehmungsgründungen, für so etwas wie Karriere-Entwicklung, Beförderungen und Gehaltserhöhungen (oder zumindest den Drang danach), bzw. für den Start neuer Lebens- und Geschäftsmodelle.

Klärungen

Vor einem tatsächlichen Umsetzen solcher Bestrebungen gibt es aber diesen Monat noch eine Hürde bzw. eine Bremse. Vom 5. bis 25. Januar ist Merkur rückläufig, der Planet der Kommunikation. D.h. alles, was mit Kommunikation zu tun hat – Verhandlungen, Abmachungen, aber auch Kommunikationsgeräte wie Computer oder Telefon – bedarf jetzt möglicherweise eines zweiten Blicks: Es muss vielleicht nachverhandelt werden, die Geräte müssen repariert werden, es kann Missverständnisse geben, Stockungen im Verkehr etc. Also: Mit tatsächlichen Vertragsabschlüssen oder Gerätekäufen sollte bis nach dem 25. gewartet werden. Gut ist die Zeit des rückläufigen Merkur aber zum Aufarbeiten von Liegengebliebenem (längst fällige Telefonate, Briefe, E-mails...) oder auch zur Vorbereitung und Überprüfung aller Vorhaben, die mit anderen Menschen zu tun haben.

Ein langweiliger Monat also? Das glaube ich eher nicht. Zum einen besteht nach wie vor im Hintergrund das Potenzial unerwarteter Ereignisse in allen möglichen Bereichen. Denn Uranus, der Planet des Umbruchs, befindet sich im Human Design Chart an einer Stelle, die ebenfalls für Plötzliches, für „Donnerschläge“ steht (Tor 51, „der Donner/Schock“) – eine Potenzierung der Plötzlichkeit und Unvorhersehbarkeit von nie da gewesenen Ereignissen, wie wir das ja nun schon eine Weile kennen (diese Aktivierung besteht so schon ein Dreivierteljahr und noch bis in den April). Zum anderen kann es – wie schon im Dezember - auch auf der persönlicheren Ebene geschehen, dass wir emotionale Krisen erleben, dass sich etwas zuspitzt, bis der Knoten platzt – vor allem, wenn die Chemie nicht (mehr) stimmt (Mondknoten in Tor 36, „Krise“, und Tor 6, „Reibung“, noch bis 25. Januar). Das kann sich anfühlen wie ein innerer Entscheidungsprozess der emotionalen Art. Was nicht mehr haltbar ist, kann dann auseinandergehen, um einer gesünderen Entwicklung Platz zu machen. Andererseits können wir jetzt aber auch gerade sehr intensiv zusammenkommen und können fühlen, wer oder was passt oder nicht. Eine gute Chance, um dem näher zu kommen, was wirklich „stimmt“.

Und diese Klärungsprozesse stehen sozusagen unter einem guten Stern: Jupiter, der „Glücksplanet“, steht ebenfalls an der Stelle, wo es um Nähe bzw. Distanz zu den richtigen Menschen geht (Tor 6), dem emotionalen Sensor für den genetisch passenden Partner, die Entscheidungsinstanz, wer zu einem passt und wer nicht (wie auf der biologischen Ebene der pH-Wert des Körpers, der über sauer oder basisch entscheidet). Jupiter im Verbund mit den Mondknoten wird uns übrigens im Lauf des Jahres noch häufiger begegnen, sie umspielen sich jetzt sozusagen gegenseitig und bewirken damit für einen großen Teil dieses Jahres interessante Aktivierungen im Human-Design-Chart. Dazu zu gegebener Zeit mehr.

Emotion rules

Gleichzeitig mit den beschriebenen Prozessen besteht mit Neptun in Tor 37 („Die Sippe“, ebenfalls im emotionalen Zentrum) zunächst die Sehnsucht nach erwachsenen, verantwortungsvollen Beziehungen (Tor 37, 2. Linie „Verantwortung“, bis 3. Januar) und dann die Tendenz, sich entweder angemessen zu verhalten oder eben doch die Grenzen des Tragbaren auszuloten, mit mehr oder weniger Sensibilität (Tor 37, 3. Linie „Unparteilichkeit“, ab 4. Januar). Nimmt man das mit der erwähnten Pluto-Position zusammen – dem Drang weiterzukommen im sozialen Gefüge –, ergibt sich für diesen Monat durchaus als prägendes Thema der Umgang in Beziehungen (wobei ich darunter jede Art von Beziehungen verstehen würde). Gilt die „Ordnung“, also was sich von der gegebenen Stellung her „gehört“ (Eltern-Kinder, Firmenhierarchien etc.) oder was sich bewährt und eingespielt hat, bzw. inwieweit herrscht „Sensibilität“, einfühlsames Eingehen auf die Gefühlslage des anderen in der jeweiligen Situation und damit die Möglichkeit, dass sich das Spektrum der Umgangsweisen erweitert. Sicherlich häufig ein Balanceakt. Bei sich selbst bleiben bei gleichzeitiger Rücksichtnahme und Offenheit… Da dürften Sensibilität und gegenseitiges Verständnis besonders gefragt sein, zumal bei dem rückläufigen Merkur auch mit Missverständnissen zu rechnen ist.

Chart vom 18. Januar 2016, 00:00 Uhr MEZ

Chart vom 18. Januar 2016, 00:00 Uhr MEZ

Was mir noch auffällt, ist die Tatsache, dass zumindest an den ersten 11 Tagen dieses Monats keinerlei Aktivierung im Bereich Kopf-Verstand-Kehle besteht. Es geht also weniger um das mentale Durchdringen, sondern wirklich eher um den Umgang mit Emotionen, den eigenen wie denen anderer. Diese Priorität bleibt fast den ganzen Monat über – mit der Ausnahme von fünf Tagen, nämlich vom 18. bis 22. Januar, an denen das Denken – oder besser: Reflektieren – sozusagen eingeschaltet ist. Jetzt können wir uns darüber austauschen, was war, was wir erlebt haben und welche Anregung daraus zu ziehen ist (Kanal 11-56, „Neugier“). Zum Monatsende ändert sich das Bild, wenn nämlich am 27. Januar die Mondknoten ihre emotionalen Positionen verlassen. Was dann kommt, wird für den Februar zu beschreiben sein.

Fazit

Etwas ruhiger als im vergangenen Monat dürfte es werden, aber die Zeiten bleiben intensiv, besonders im emotionalen Bereich. Das dürfte jetzt mehr oder weniger für jeden spürbar sein – daher ist sensibler Umgang und gegenseitiges Verständnis angesagt. Wer kreativ sein will, sollte sich auf jeden Fall regelmäßige Zeiten für seine Arbeit einräumen. Ein Drang zum Vorankommen wird zunehmend spürbar sein, sollte aber diesen Monat noch gezügelt werden, Überarbeiten, klären... sich herauskristallisieren lassen, was wirklich stimmig ist, sowohl im Bereich Beruf/Berufung als auch im Verhältnis zu den Mitmenschen. Nicht der Verstand ist gefragt, sondern die innere Stimmigkeit. Also: Hören wir auf unser Herz und lassen wir uns ein auf die Klärungen, die dieser Monat bringen kann!

Anna Bahlinger
www.annabc.de

(Grafiken erstellt mit Neutrinos Through Windows, der Original-Human-Design-Software von Erik Memmert, www.newsunware.com)