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Anna Bahlinger

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Was zeigt sich am Human-Design-Himmel?

Tendenzen im September 2015

Vorbemerkung:

Da die Human-Design-Körpergrafik für jeden beliebigen Zeitpunkt erstellt werden kann, lassen sich auch aktuelle Tendenzen daraus ablesen. In dieser Vorschau geht es also um die Frage, welche Mittel und Kräfte die Zeitqualität uns allen zur Verfügung stellt und wie diese im Alltag am besten genutzt werden können.

Generell gilt: Wie sehr die einzelnen Aussagen für jeden Einzelnen spürbar werden, hängt von der persönlichen Grundausstattung ab, die sich in der individuellen Human-Design-Grafik zeigt.

Und noch etwas:
Ich versuche zwar, diese Vorschauen so zu schreiben, dass sie möglichst auch ohne Human-Design-Kenntnisse verständlich sind. Für diejenigen, die es interessiert, gebe ich aber dennoch an, worauf sich meine Aussagen beziehen (Tore, Kanäle, Planeten etc.). Das heißt: Wen das nicht interessiert, der möge bitte über diese Angaben hinweglesen! Danke.
 

Chart vom 1. September 2015, 12:00 Uhr MESZ

Chart vom 1. September 2015, 12:00 Uhr MESZ

Schon in den letzten beiden Monaten habe ich über die aufregenden Möglichkeiten geschrieben, die wir diesen Sommer und Herbst durch den Kanal der Einweihung (51-25) haben. Mein Fokus lag dabei auf der kosmischen Ermunterung zu Sprüngen ins Leere, auf dem Wagemut, neues Terrain zu erschließen etc. Neuerdings kommt mir immer mehr ins Bewusstsein, dass diese „Einweihung“ offenbar noch eine ganz andere Bewandtnis hat: Neben den Möglichkeiten, was wir jetzt alles tun können, wie wir aktiv werden können, um Träume zu verwirklichen und so weiter, zeigt sich mir immer deutlicher, dass das Wesentliche dabei ist, sich innerlich auf eine andere Stufe zu begeben bzw. einfach zuzulassen, dass das geschieht. Um es für mich persönlich zu beschreiben: Ich selbst erlebe es grade so (und höre Vergleichbares auch von anderen), dass das Leben sich sozusagen in einer neuen Dimension abspielt, dass es sich losgelöst hat von irgendwelchen lange gehegten Vorstellungen, dass es „einfach geschieht“ und sich auch noch ständig erweitert. Es fühlt sich so einfach und so reich an. Ein bisschen wie im Sterntalermärchen. Und das ohne mein aktives Zutun.... Eigentlich bin ich einfach nur da – und staune. Staune, wie sich Dinge fügen. Staune, was plötzlich für tolle Leute in meinem Leben sind, die mir neue Horizonte aufschließen. Staune, was für Türen aufgehen, die vorher überhaupt nicht da waren. Was mir alles zufließt. Wie ich getragen bin...

Was hat diesen Umschwung bewirkt? Keine Ahnung, aber es geht schon seit ein paar Monaten. Was mir – zumindest für meine Person - einfällt, ist: Ich setze dem Leben weniger Widerstand entgegen. Früher habe ich bei allem, was das Leben so brachte, überlegt. Will ich das? Ist das richtig? Wie kann/will/soll ich mich dazu verhalten? Hatte immer das Gefühl, „das Richtige“ ist irgendwo, und ich muss es finden. Denn alles andere wäre ja falsch. Jetzt ist diese „Richtig/Falsch“-Schranke einfach weg. Meine Sperre, meine Vorstellungen. Und das Leben weiß es viel besser! Das ist, glaub ich, der Punkt: Ich dachte immer, ich müsste irgendwas steuern (ohne allerdings wirklich zu wissen, wie und was), müsste das Heft in der Hand haben und wissen, was ich will. Der Anspruch war zumindest da. Das Denken, wie es sein müsste. Und jetzt ist das weg, und ich bin erfüllt von dem, was sich da von selbst alles ergibt. Von der höheren Weisheit des Lebens... Und verstehe noch mal neu, was im Human Design immer gesagt wird: Der menschliche Verstand, das Denken ist wunderbar, hat aber nichts zu sagen bzw. sollte nichts zu sagen haben, wenn es um das eigene Leben geht. Das eigene Leben kann und sollte nicht vom Verstand gesteuert werden.

Vertrauen ins Leben

Soweit mein persönlicher Bewusstseinssprung. Hin zur Hingabe ans Leben, könnte man das vielleicht nennen, und diese Hingabe an das Leben wird gerade sozusagen kosmisch unterstützt von den Mondknoten. Der eine (südl. MK) liefert den Ausgangspunkt für die „Einweihung“, denn er steht in der „Unschuld“ (Tor 25 im Selbst – auch die universelle Liebe), der einen Hälfte des Initiationskanals. Initiation/Einweihung heißt hier also, dass einem in aller Unschuld „Schocks“ versetzt werden können, die einen letztendlich auf eine neue Stufe bringen (oder man auch selbst in aller Unschuld anderen solche Schocks versetzen kann. Zu den „Schocks“ unten mehr...). Der andere (nördl.) Mondknoten zeigt gleichzeitig an, wo es hingeht: nämlich jetzt zu dem Vertrauen, dass wir jederzeit zur richtigen Zeit am richtigen Platz sind, mit mehr Glück als Verstand. Auf Englisch spricht man hier von „serendipity“, glücklichen Umständen, glücklichen Zufällen. Da muss man auch gar nichts mehr selbst steuern, nur noch zulassen. Dem Leben nicht im Wege stehen! Sich auf das Leben einlassen. Inklusive der Liebe zum Körper (Tor 46, Das Empordringen, ebenfalls im Selbst). Sich unschuldig dem Leben hingeben wäre also hier die Botschaft, und die gilt bis Ende November.

Ein Hinweis noch dazu: Ich will hier natürlich nicht dem inneren Chaos das Wort reden und auch nicht der Blindheit vor dem, was in der Welt geschieht. Bei allem, was man tut oder nicht tut, ist es – wie immer - von wesentlicher Bedeutung, auf die innere Autorität, das eigene Gefühl zu achten, was für einen selbst richtig ist oder nicht. Worauf man sich dabei verlassen kann, zeigt das persönliche Human-Design-Chart.

Perspektivwechsel

Nun zu den erwähnten „Schocks“: Unter den Planeten steht Uranus generell für Unerwartetes, Plötzliches, Elektrisierendes, für Revolution. Er bringt diese Umbruch-Kraft natürlich immer mit sich – interessant ist, wo er steht: Schon seit März (und noch bis in den April 2016) befindet er sich an einer Stelle im Human-Design-Chart, die ihrerseits ebenfalls für Plötzliches, Unerwartetes, für Anstöße steht (Tor 51, Der Donner/Schock, im Willenszentrum – und das ist die andere Hälfte des Einweihungskanals). Offenbar bekommen wir in diesem Jahr reichlich Gelegenheiten zum Aufwachen, auf allen Ebenen, zum Erreichen eines neuen Bewusstseinsstands, einer neuen Stufe.

Angesichts der aktuellen Entwicklungen fällt mir das Bild brechender Dämme ein bzw. das Bild von Grenzen, die überschritten (oder sogar überrannt) werden. Dämme/Grenzen im Bewusstsein, alte Verständnisstrukturen, aber eben auch Ländergrenzen oder die Strukturen des bisherigen Wirtschafts- und Finanzsystems. Seit Monaten sind ja die Nachrichten beherrscht von akuten Konflikten an verschiedenen Orten der Welt, jetzt verändern gewaltige Flüchtlingsströme Europa, die Eurokrise und neuerdings der Börsencrash in China erschüttern bisher sicher geglaubte Strukturen. Heftige Umbrüche also in allen Bereichen.

An dieser Stelle möchte ich ausdrücklich darauf hinweisen, dass ja in den Nachrichten tendenziell nur über Negatives berichtet wird, über Ereignisse und Entwicklungen, die einen in Angst und Schrecken versetzen können. Das ist aber nur ein Blickwinkel. Die Umbrüche können und werden sich genauso in dem ereignen, was man als positiv bezeichnen würde: neue Entwicklungen, neue Ansätze, die uns weiterbringen können, die von Werten wie Gemeinsamkeit, Nachhaltigkeit, der Achtung vor allem Leben und dem Bewusstsein der All-Einheit gekennzeichnet sind. Die zur Befreiung beitragen. Ob das technische Erfindungen sind oder neue Zusammenschlüsse oder eben Erkenntnissprünge aller Art.

Chart vom 17. September 2015, 12:00 Uhr MESZ

Chart vom 17. September 2015, 12:00 Uhr MESZ

Um es noch einmal zu erwähnen: Dieser Kanal der Einweihung, von dem hier eigentlich die ganze Zeit die Rede ist, begleitet uns schon seit Mitte Juli und bleibt uns noch bis Ende November allen erhalten. Er heißt auch der Kanal des Priesters oder Schamanen, steht also durchaus für die Verbindung zu höheren Mächten bzw. ist ein Kanal, eine Verbindungsstelle der höheren Mächte zu uns...

Neue Gemeinsamkeiten

Der zweite Faktor, der insbesondere diesen Monat unter dem Blickwinkel des Human Design Systems prägt, ist das Thema Gemeinschaft. Interessanterweise ist nämlich fast den ganzen September über und bis in den Oktober der gleichnamige Kanal aktiviert (Kanal 37-40, vom 30.8. bis 4.9. und 7.9.-12.10.). Hier geht es um Zugehörigkeit und Zusammengehörigkeit, Verbundenheit, Geben und Nehmen, Freundschaft, Familie. Die Sehnsucht danach ist (mit Neptun in Tor 37, Die Sippe) das ganze Jahr über aktiviert, jetzt kommt das Gegenstück dazu (Tor 40, Die Befreiung, zuerst Sonne/Erde, dann ab 7.9. Jupiter) und das bedeutet, dass diese Themen allüberall präsent sein dürften. Wer gehört zu mir, zu uns? Zu wem gehöre ich? In der alten Denke heißt es: „wir“ und „die anderen“, in der neuen vielleicht auch eher: Wir sitzen alle in einem Boot und unterstützen uns gegenseitig. (Wobei mir natürlich die Flüchtlinge einfallen, die naturgemäß reichlich Stoff für die Auseinandersetzung mit diesen Themen liefern.) Was jetzt auch auftreten kann, ist die Haltung „Wir sind besser als ihr“ – denn der beschriebene Einweihungskanal steht auf der weltlichen Ebene durchaus auch für Konkurrenzdenken (für den „Drang, Erster zu sein“, wie es in der Beschreibung heißt). Vielleicht (hoffentlich!) gibt es auch hier neue Stufen des Bewusstseins...

Erwähnt sei noch, dass diese beiden Faktoren (Einweihungs- und Gemeinschaftskanal) den Monat September sozusagen mit einiger Kraft versehen: Jetzt steht allen Menschen nicht nur Willenskraft zur Verfügung (durch die Aktivierung des Herzzentrums), sondern auch die Kraft der Emotionen (aktiviertes Gefühlszentrum). Es müsste also leichter sein, mit dem Willen etwas durchzusetzen – oder auch den eigenen Wert zu erkennen (wobei ich für die Durchsetzung empfehlen würde, darauf zu achten, welche Absichten und Visionen wirklich aus dem Herzen kommen). Und für diejenigen, die in ihrer eigenen Ausstattung ein offenes Gefühlszentrum haben, dürfte das emotionale Leben jetzt etwas gemächlicher sein, weniger unberechenbar als sonst - und möglicherweise brauchen auch sie jetzt länger, um eine Entscheidung zu treffen. Für alle gilt, und das sollte unbedingt beachtet werden: Keine Entscheidung aus der Nervosität!

Mit dem gleichzeitig aktivierten Sinn für die eigene Ausrichtung (G-Zentrum) steht jetzt diese Kraft für den eigenen Weg zur Verfügung – diesen Monat speziell auch für den Weg von Gemeinschaften, oder den eigenen Platz innerhalb irgendwelcher Gemeinschaften. Gemeinschaften können hier alles sein: die Familie, Partnerschaft, Freundschaften, Firmenzugehörigkeiten, Vereine, Parteien... Und hier stellt sich auch durchaus die Frage: Welche Gemeinschaft passt wirklich (noch) zu mir? Stimmt das Geben und Nehmen, stimmen die Abmachungen (noch)? Wo sollte ich vielleicht weiterziehen?

Was noch?

Es gäbe über diesen Monat noch einiges zu sagen, ich möchte mich aber auf zwei Hinweise beschränken: In der ersten Septemberwoche stehen wie schon im August unsere Beziehungen, Liebschaften, Partnerschaften auf dem Prüfstand (Venus rückläufig bis 6.9.), wir können klären, was wir in dieser Hinsicht wirklich wollen, oder auch alte Beziehungen Revue passieren lassen. Vom 17. September an ist Vorsicht geboten bei allem, was mit Kommunikation zu tun hat (Merkur wird für drei Wochen rückläufig) – es könnte zu Missverständnissen kommen bzw. zu der Notwendigkeit, Verträge und Abmachungen erneut zu überprüfen (was ja wiederum zu der oben genannten Tendenz passt, auf ein ausgewogenes Geben und Nehmen zu achten). Eine gute Zeit, um Dinge aufzuräumen, auszumisten, „liegengebliebene“ Kommunikation nachzuholen, aber keine gute Zeit für Neues im Bereich Kommunikation, wie Computer- oder Handykäufe oder auch Verhandlungen und Verträge. Damit empfiehlt es sich bis nach dem 9. Oktober zu warten.

Fazit

Die galoppierende Entwicklung setzt sich fort. Wer am Gewohnten festhalten möchte, wird in diesem Sommer und Herbst eher Schwierigkeiten haben. Die Öffnung für neue Möglichkeiten im Innen und Außen sowie eine Klärung und Neuausrichtung im Bereich von Zugehörigkeit und Gemeinschaft stehen im September als Themen im Vordergrund. Es ist eine kosmische Einladung, über die Grenzen des bisher Gewohnten hinauszugehen, im Denken und Wahrnehmen, im Verhalten, im Ergreifen von Möglichkeiten, die sich auftun. Vertrauen auf den eigenen inneren Kompass, die eigene innere Richtschnur, und auf die höhere Weisheit des Lebens sind die Basis, von der aus wir auf neue Stufen der Entwicklung kommen können. Achten wir auf das, was sich persönlich richtig anfühlt, und nehmen wir die Geschenke des Lebens an!

Anna Bahlinger
www.annabc.de

(Grafiken erstellt mit Neutrinos Through Windows, der Original-Human-Design-Software von Erik Memmert, www.newsunware.com)