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Anna Bahlinger

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Was zeigt sich am Human-Design-Himmel?

Tendenzen im Januar 2015

Vorbemerkung:

Da die Human-Design-Körpergrafik für jeden beliebigen Zeitpunkt erstellt werden kann, lassen sich auch aktuelle Tendenzen daraus ablesen. In dieser Vorschau geht es also um die Frage, welche Mittel und Kräfte die Zeitqualität uns allen zur Verfügung stellt und wie diese im Alltag am besten genutzt werden können.

Generell gilt: Wie sehr die einzelnen Aussagen für jeden Einzelnen spürbar werden, hängt von der persönlichen Grundausstattung ab, die sich in der individuellen Human-Design-Grafik zeigt.

Und noch etwas:
Ich versuche zwar, diese Vorschauen so zu schreiben, dass sie möglichst auch ohne Human-Design-Kenntnisse verständlich sind. Für diejenigen, die es interessiert, gebe ich aber dennoch an, worauf sich meine Aussagen beziehen (Tore, Kanäle, Planeten etc.). Das heißt: Wen das nicht interessiert, der möge bitte über diese Angaben hinweglesen! Danke.
 

Chart vom 1. Januar 2015, 12:00 Uhr MESZ

Chart vom 1. Januar 2015, 00:00 Uhr MESZ

Diesmal fällt mir besonders auf, wie willkürlich der kalendarisch festgesetzte Jahresbeginn am 1. Januar ist. Denn der 1. Januar ist, was die Transite angeht, noch so etwas wie der Ausläufer der Konstellationen von Ende Dezember; erst am 3. Januar ändert sich dieses Jahr mehr.

Der Human-Design-Jahresbeginn

Im Human Design System wird eigentlich ein ganz anderes Datum als Jahresbeginn betrachtet: Der Tag, an dem die Sonne in Tor 41 geht, dieses Jahr am 22. Januar. Das hat die Bewandtnis, dass Tor 41 (bzw. Hexagramm 41 im I Ging) in seiner Struktur dem Startcodon in unserem genetischen Code entspricht, d.h. es markiert in unserer DNA jeweils den Beginn einer neuen Gen-Sequenz. Interessanterweise sitzt dieses „Startzeichen“ in der Human-Design-Körpergrafik im Wurzelzentrum, das mit seinem Druck einen enormen Anstoß liefert, etwas auf den Weg zu bringen.

41 steht für Träume, Fantasien und den Hunger nach Erfahrungen. „Die Minderung“ heißt es im I Ging, nämlich das Zurücknehmen alles dessen, was zu viel ist, zugunsten einer kraftvollen Entwicklung – wie ein Gärtner im Herbst/Winter die Pflanzen zurückschneidet, damit sie im folgenden Frühjahr umso kräftiger wachsen. Oder auf der menschlichen Ebene: in Träumen und Fantasien entstehen lassen, was später äußere Form annehmen soll.
Aber das ist wie gesagt erst ab 22. Januar die prägende (Sonnen-)Energie, und ab da fünf Tage lang.

Chart vom 22. Januar 2015, 09:52 Uhr MESZ

Chart vom 22. Januar 2015, 09:52 Uhr MESZ
Der Human-Design-Jahresbeginn

Zurück zum kalendarischen Jahresbeginn am 1. Januar. Wie immer beginnt das Jahr mit Spannungen, nämlich unter dem „Kreuz der Spannung“. Das bedeutet nicht mehr und nicht weniger, als dass die Sonne und die Erde (die stärksten Aktivierungen) im Tor des Kämpfens (38) bzw. der Provokation (39) stehen (bis 5. Jan. abends). Man hat den Drang, sich für etwas einzusetzen, das den Einsatz lohnt; das Finden eines solchen Sinns kann aber schwierig sein. Jedes Jahr beginnt mit starkem Druck aus dem Wurzelzentrum – sich für etwas einzusetzen, etwas herauszukitzeln bzw. dann voranzukommen, etwas anzufangen; das sind die Sonne-/Erde-Aktivierungen bis 10./11. Januar. Auch die zweite Monatshälfte ist noch von Druck aus dem Wurzelzentrum geprägt, wobei aber jetzt auch die Fähigkeit zum Ausdruck vorhanden ist (die Sonne durchläuft ab 16. Jan. die Wurzel-Tore 60, 41, 19, die Erde parallel dazu die Kehl-Tore 56, 31, 33). Interessanterweise bedeutet diese Fähigkeit zum Ausdruck hier im Wesentlichen, dass alte Prozesse zum Abschluss gebracht werden können, indem man von seinen Erfahrungen erzählt (56) bzw. darüber reflektiert und den Sinn darin findet (33) – und hier haben wir zwei (von insgesamt drei) „Stopcodons“, die es unter allen 64 Toren bzw. Hexagrammen gibt, also die Gegenstücke zu dem beschriebenen Startcodon! Hier wird mir so richtig die „Doppelköpfigkeit“ des Januar deutlich: das Doppelgesicht des römischen Janus, der sowohl zurück als auch nach vorne schaut. Die Grundlage (Erde) für das neue Jahr wäre damit der Abschluss mit dem Alten, wobei gleichzeitig auch schon der Drang nach Neuem in Form von Fantasien und Träumen erstrahlt (Sonne).

Kräfteverhältnisse

Soweit ist es jedes Jahr der Fall. Was ist nun dieses Jahr besonders? Vom 1. bis 5. Januar kann es emotional heftig auf und ab gehen (Kanal 39-55, Launenhaftigkeit); vom 6. bis 10. Januar dann (sowie noch einmal vom 24.-27. Jan.) bricht die Sehnsucht nach neuen Erfahrungen, der Hunger nach Leidenschaften durch (Kanal 41-30, „Erkennen“). Anders gesagt: In den ersten 10 Januartagen ist nicht nur – wie bereits erwähnt – das Wurzelzentrum mit seinem Druck und seiner Anschubkraft, sondern auch die Kraft der Emotionen für alle Menschen aktiviert (vom 1.-3. Jan. zusätzlich noch Durchhaltevermögen aus dem Sakralzentrum). Das ist schon einiges an Energie! Die Frage ist, wie man mit seiner Kraft umgeht – und das ist ein Thema, das bis in den Juni 2015 relevant bleiben wird (Saturn in Tor 34, Des Großen Macht): Stehe ich zu meiner Macht und Kraft? Und wofür nutze ich sie? Kommt sie dem zugute, was mir wirklich am Herzen liegt? Oder könnte ich sie vielleicht sinnvoller einsetzen als bisher? Auf der konkret-praktischen Ebene bedeutet diese Position von Saturn, dass für viele Menschen mehr Kraft spürbar sein dürfte als sonst, es aber auch von kritischer Bedeutung ist, wie sie verwendet wird. Wie gesagt, das gilt die nächsten fünfeinhalb Monate!

Ressourcen und Selbstbestimmung

Am 3. Januar gibt es eine Veränderung, die ebenfalls längerfristig wirksam ist: Die Mondknoten rücken sozusagen ein Tor weiter. Nachdem sie gut vier Monate lang die Fähigkeit zur Intuition und das Potenzial für Schocks aktiviert hatten, regen sie ab jetzt in den nächsten vier Monaten das Nutzen der inneren Ressourcen (Tor 48, der Brunnen) und den Wunsch nach Selbstbestimmung (Tor 21, der Jäger) an. Die Quellen der eigenen Weisheit, aus der Tiefe der Bewusstheit im Jetzt, dürften stärker „sprudeln“ und als geradezu magische Fähigkeiten (“Stroh zu Gold spinnen können“) oder künstlerische Ideen spürbar werden (Tor 48 gehört zum Kanal des Talents). Gleichzeitig wird der Wunsch nach Selbstbestimmung und Kontrolle erneut verstärkt: Der südliche Mondknoten gesellt sich zu Uranus, dem „Revoluzzer“ unter den Planeten, der sich schon seit Ende September in diesem Tor 21 aufhält und dort noch bis Mitte März bleibt; d.h., die kommenden zweieinhalb Monate ist dieses Thema sogar doppelt aktiviert. Man darf gespannt sein, was sich da alles tun wird im Bereich Kontrolle, Überwachung, Eigenständigkeit (oder nicht); mit Uranus dürften uns hier durchaus weiterhin Überraschungen ins Haus stehen.

Die tiefere Motivation

Passenderweise bleibt ganz in der Tiefe die Bereitschaft zum Kämpfen für das, was einem wichtig ist (Pluto in Tor 38, Der Gegensatz – an den ersten 5 Januartagen mit der Sonne ebenfalls doppelt aktiviert) – diese Kampfbereitschaft kennen wir ja nun schon seit zwei Jahren, und das bleibt auch noch so bis Anfang März. Kämpfen für die Selbstbestimmung liegt da jetzt nahe.

Als Sehnsucht im Hintergrund stehen bis zum 14. Januar heftige Gefühle, das Potenzial zu ausgeprägtem emotionalem Auf und Ab, im Raum; hier sollte man sich nicht vorschnell aus dem Affekt heraus zu irgendwelchen Entschlüssen oder Aktionen hinreißen lassen. Ab 15. Januar dürften diffuse Sehnsüchte wieder stärker auf das Thema Gemeinschaft, Familie, Freundschaft gerichtet sein (Neptun wechselt nach Tor 37, Die Sippe, wo er vergangenen Sommer schon längere Zeit war). Spannend wird, wie sich eine solche Sehnsucht nach Zugehörigkeit mit dem beschriebenen Wunsch nach Selbstbestimmung verträgt!

Gedanken-Spiele

Erleichterung im ganzen Spiel bringt Jupiter: Er steht nach wie vor und fast bis Ende dieses Monats in Tor 4 (Die Jugendtorheit) und bringt damit günstige Voraussetzungen für alles, was mit Gedankenspielen zu tun hat. Man kann sich ja mal irgendwelche Formulierungen, Ideen, Theorien und Konzepte einfallen lassen zu irgendwelchen Fragestellungen – aber bitte sie nicht wirklich ernst nehmen, schon gar nicht als Richtlinie für das eigene Leben! Es ist eine der großen Erkenntnisse aus dem Human Design System, dass der Verstand zwar wunderbar ist als Anregung für andere, aber nicht, um Entscheidungen für einen selbst zu treffen. (Welche innere „Instanz“ dann als Autorität im eigenen Leben gelten kann und sollte, ist individuell verschieden und ergibt sich aus dem persönlichen Human-Design-Chart.) Denken sollte also wirklich mehr als Spiel und als Inspiration für andere betrachtet werden.

Zu guter Letzt

noch ein Hinweis: Wer sich einen neuen Computer, ein neues Handy oder sonst ein Kommunikationsgerät zulegen möchte oder irgendwelche Verträge unterschreiben, der sollte das entweder bis zum 20. Januar getan haben oder dann auf die Zeit nach dem 10. Februar vertagen. Vom 21. Januar bis 10. Februar ist Merkur, der Planet der Kommunikation, nämlich rückläufig, und das bedeutet potenziell Schwierigkeiten bei der Kommunikation, Missverständnisse, die Notwendigkeit nachzuverhandeln und so weiter. Gleichzeitig ist es die perfekte Zeit, um Liegengebliebenes aufzuarbeiten, den Schreibtisch aufzuräumen, E-Mails zu beantworten etc. Also auch hier: Abschluss mit Altem!

Fazit

Januar 2015: ein kraftvoller Start in ein interessantes Jahr mit vielen Möglichkeiten. Zum Monatsanfang können intensive Emotionen und Sehnsüchte das zwischenmenschliche Leben prägen, später besteht eher die Gefahr, zu viel auf den Verstand zu setzen. Ideenreichtum kann Lösungen bringen, wenn er dem Bedürfnis nach Sinn und nach Angemessenheit entspricht, man sollte sich aber eher etwas „einfallen lassen“, spontan aus der Intuition, als zu lange nachzudenken.

Kreative Lösungen, auch um die eigene Selbstbestimmung zu wahren, liegen quasi in der Luft. Wir haben – jeder! – durchaus auch Energie zur Verfügung und spüren den Drang, aktiv zu werden. Kraft und Ideen sind also im Prinzip vorhanden – und werden noch angetrieben von Träumen und Fantasien. Gleichzeitig gilt es noch Altes zu verabschieden – und für sich selbst die eigene Grundrichtung, in die es gehen soll, zu ermitteln. Für mich klingt das nach: spielerisch loslegen mit dem, was schon lange aus einem selbst heraus nach außen drängt.
In diesem Sinne: Guten Start!

Anna Bahlinger
www.annabc.de

(Grafiken erstellt mit Neutrinos Through Windows, der Original-Human-Design-Software von Erik Memmert, www.newsunware.com)