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Was zeigt sich am Human-Design-Himmel?

Tendenzen im 2. Vierteljahr 2013

Vorbemerkung:
Das Human Design System, 1987 entstanden, ist ein präzises Werkzeug der Selbsterkenntnis. Es verbindet altbewährte Weisheitslehren - Astrologie, I Ging, Chakrenlehre, Kabbala - und moderne Wissenschaften wie Genetik, Biochemie und Astrophysik in der Human-Design-Körpergrafik. Da diese für jeden beliebigen Zeitpunkt erstellt werden kann, lassen sich auch aktuelle Tendenzen daraus ablesen. Hier geht es also um die Frage, welche Mittel und Kräfte die Zeitqualität uns allen zur Verfügung stellt und wie diese im Alltag am besten genutzt werden können. Generell gilt: Wie sehr die einzelnen Aussagen für jeden Einzelnen spürbar werden, hängt von der persönlichen Grundausstattung ab, die sich in der individuellen Human-Design-Grafik zeigt.
 

Der April startet quasi mit einem Donnerschlag: In den ersten Tagen des Monats stehen gleich mehrere Himmelkörper in Tor 51 (Sonne, Venus, Mars in Konjunktion in 51 vom 4. bis 7. April) und stellen uns ein extrem hohes Maß an Aus- und Aufbruchsenergie zur Verfügung . Die Bezeichnung für Hexagramm 51 im chinesischen I Ging ist „das Erregende“ bzw. eben „der Donner“, es handelt sich um ungerichtete, ungestüme Energie – sozusagen „mit dem Kopf durch die Wand wollen“, egal wohin. Nach der überlangen Winterstarre ist also jetzt das Loslegen angesagt, und das gilt ganz allgemein (Sonne+Mars) und auch speziell im Bereich Beziehungen (Mars+Venus). Diese Kraft empfiehlt sich positiv zu nutzen, um Dinge jetzt wirklich in Angriff zu nehmen. (Vermutlich werden wir gar nicht anders können!) Was die Beziehungen angeht, kann es hoch hergehen, die Aufbruchsenergie begünstigt Neustarts – seien das neue Partner oder ein Großreinemachen und ggf. neuerliches Zusammenraufen in den bestehenden Beziehungen. Womit „Beziehungen“ aller Art gemeint sind, auch Freundschaften, Arbeitsbeziehungen etc.

Schon seit Anfang des Jahres haben wir (mit Pluto in Tor 38) kämpferische Energie sozusagen aus dem Untergrund, aus dem „Eingemachten“; die genaue Position jetzt (in der dritten Linie von Tor 38, vom 16. März bis 12. Mai) besagt, dass man beim Kämpfen durchaus auch Blessuren davontragen kann und es sinnvoll ist, sich auf die eigenen Grundsätze und die wirklichen Verbündeten zu besinnen. Also: Es geht um die Frage, wer und was passt wirklich zu mir? Wofür möchte ich mich einsetzen?

Chart vom 5. April 2013, 12 Uhr MEZ

Was jetzt zählt, ist die Individualität. Wichtig ist demnach, was mir wichtig ist, egal ob das anderen gefällt oder nicht.
Das zeigt sich nicht nur in der erwähnten Pluto-Aktivierung, sondern auch noch an anderen Planetenpositionen, die in diesen drei Monaten (und darüber hinaus) gelten und die ebenfalls individualistisch geprägt sind. Mit Neptun in Tor 55 („emotionale Fülle“ – das ganze Jahr!) ist der Geist wichtig, in dem man die Dinge betrachtet, und das scheint mir ein Schlüssel zu sein, um mit den Gegebenheiten umzugehen: Ist das Glas halb leer oder halb voll? Fühle ich mich im Mangel oder in der Fülle? Die Mondknoten in Tor 2 und 1 (vom 9. März bis 25. Juli) betonen die „Richtung“ für den eigenen Schicksalsweg bzw. die eigene Kreativität . Der eigene Weg will gegangen werden, der ganz persönliche Kompass kommt verstärkt zutage. Es funktioniert nicht mehr, alte, konventionelle Weg zu gehen, wenn diese einem selbst nicht entsprechen.

Ab Ende April wird die individuell-kämpferische Energie noch verstärkt, indem der erwähnte Pluto in 38 seine Ergänzung in Tor 28 bekommt (22.-27.4. Erde; ab 7. Mai bis 6. Sept. Saturn in 28), womit bis in den September der gesamte Kanal des Lebenskampfes aktiviert ist. Was heißt das? Wir haben damit den ganzen Frühling und Sommer hindurch alle den Drang und das Gespür zur Verfügung, uns – jeder für sich – hartnäckig für das einzusetzen, was uns persönlich wichtig, sinnvoll und lohnend erscheint. Es geht dabei nicht eigentlich um Konkurrenz und „Besser“-Sein, sondern darum, so zu sein, wie man eben ist, auch wenn man damit aneckt. Frei nach dem Motto: Hier stehe ich, ich kann nicht anders.

Chart vom 15. Mai 2013, 12 Uhr MEZ

Parallel kommt für den Monat Mai - genauer gesagt vom 29. April bis zum 25. Mai - spannenderweise ein weiterer ganzer Kanal hinzu: der Kanal des Materialismus (21-45). Spannend ist dieser unter mehreren Gesichtspunkten: Er bewirkt, dass wir alle die Energie haben, unseren Willen direkt umzusetzen, unabhängig von irgend jemand anderem. Hier handelt es sich wirklich um Ego-Energie, nach dem Motto: Ich habe die und die Absicht, also mache ich das. Und ich verbitte mir irgendeine Einmischung! - Ob auch das Gewünschte dabei rauskommt, ist eine andere Frage – aber jeder kann und wird mit dieser Energie selbständig aktiv werden. Der zweite spannende Faktor ist – in Anbetracht der gegenwärtigen globalen Finanzkrise -, dass es bei diesem so genannten „Geldkanal“ tatsächlich um die Frage geht, welche Mittel (Geld, Zeit, Ressourcen...) habe ich bzw. haben wir (als Gruppe/Familie/Firma/Staat...) zur Verfügung, und wie wird darüber bestimmt und verfügt? Selbstbestimmung und Kontrolle ist hier das Thema, und zwar eben im materiellen Bereich.
Interessanterweise sind es Uranus und Jupiter, die diesen Kanal jetzt aktivieren. Uranus steht für Umbrüche und plötzliche Veränderungen, hier also bei dem Thema: Selbst-/Fremdbestimmung (Tor 21, „der Jäger“, energische Durchsetzung). Jupiter gilt als der Glücksplanet, der Planet der Erweiterung und Ausdehnung; diese Begünstigung betrifft nun das Thema “Haben“ (Tor 45, „der Sammler“, Mittelverteilung). Wenn man die jupiterische Erweiterung wörtlich nimmt, könnte man auch an rapide Geldvermehrung denken – wobei es mir deutlich sympathischer ist, an glückliche Besitzstandserweiterung für alle zu denken und weniger z.B. an eine Inflation. Kurzum: Das Thema Geld und Finanzen liegt ganz bestimmt in der Luft, und ich würde mich nicht wundern, wenn sich da in der betreffenden Zeit, also im Mai, einiges tun würde.

Die Kombination von „Lebenskampf/Hartnäckigkeit“ und „Geldkanal“ im Mai könnte man nun so verstehen, dass jeder sich für das einsetzt, was ihm selbst wichtig ist, materielle Wege dafür sucht und diese direkt angeht. Aus diesem selbständigen Agieren kann sich allerdings ein Konflikt mit anderen ergeben, indem sich nämlich die Umgebung nicht einbezogen, abgehängt, übergangen fühlt. Daher sei hier unbedingt empfohlen, bevor man etwas einfach tut, seine Mitspieler davon zu informieren! Also nicht einfach das Familienerbe versetzen, um endlich das persönliche Lieblingshobby so richtig betreiben zu können, sondern vorher die Familienangehörigen in die Entscheidung einbeziehen. Nicht einfach losrennen, sondern vorher Bescheid sagen, was man vorhat.

Der Mai hat es in sich – es gibt noch weitere Aktivierungen, die sich vermutlich bemerkbar machen werden (für die Human-Design-Fachleute: z.B. Kanal 8-1 an 20 von 31 Maitagen). Es möge hier genügen zu sagen, dass es ein Supermonat an persönlicher Aktivität, Kreativität und Ausdruck sein dürfte. Immer unterwegs in eigener Sache...

Der Juni bietet ein wechselndes Bild, hier gibt es alle paar Tage andere Aktivierungen.und damit andere Möglichkeiten. Ich will sie hier nicht alle aufführen, da das den Rahmen der Dreimonatsübersicht sprengen würde. Als Konstante bleibt auch im Juni der Einsatz für das, was sich individuell lohnt, erhalten (Kanal 28-38). Davon abgesehen sieht die Zeit um die Monatsmitte (16.-24. Juni) wieder etwas „offener“ aus (weniger Zentren aktiviert), d.h. im Vergleich zu den Wochen davor sind wir dann voraussichtlich wieder zugänglicher auch für die Belange anderer. Außerdem stehen die Zeichen schon seit Mitte Mai stark auf Kommunikation (die Sonne durchläuft ein Kehltor nach dem anderen). Diese Kommunikation ist übrigens die ganze Zeit über von Jupiter begünstigt - sich ausdrücken und austauschen kann uns also durchaus weiterbringen.

Was noch?

Was hilft bei all dem noch, um in Balance zu bleiben? Im gesamten Dreimonatszeitraum ist es (mit Saturn im Milztor 44 bzw. 28) wichtig, auf die Intuition zu hören, auf die innere Stimme. Sie hilft wachsam zu bleiben (44) bzw. zu erkennen, wo sich der persönliche Einsatz lohnt und wo nicht (28). Übrigens sollte man sich auch nicht irre machen lassen, falls man ab und zu melancholische Stimmungen erlebt: Das liegt leider auch in der Natur all der individualistischen Aktivierungen. Das beste Heilmittel liegt darin, diese Stimmungen kreativ zu nutzen – und hier bietet sich speziell alles an, was mit Musik, mit Tönen, mit Hören und mit Ausdruck zu tun hat. Die Lieblingsmusik hören, sich mit der Gitarre hinsetzen, singen... was auch immer.

Fazit:

Insgesamt setzt sich auch im April bis Juni der Trend der Vormonate fort, es bleibt die kosmische Unterstützung für das Eigene, ganz Individuelle, den eigenen Weg, für die Klärung der Frage: Wer und was passt wirklich zu mir? Die kämpferische Komponente kommt dabei jetzt stärker ins Spiel, der persönliche Einsatz. Besonders im Mai könnte jeder sehr mit „dem Eigenen“ beschäftigt sein - eine gute Zeit, um Dinge umzusetzen! Vielleicht geht es wirklich darum, das schlechte Gewissen oder die Zweifel abzulegen, wenn man sich nicht an das Althergebrachte hält und nicht das (vermeintliche) Wohl der anderen grundsätzlich vor das eigene stellt. Wichtig scheint mir dabei die innere Haltung, in der wir aktiv werden: Will ich Ego-Interessen gegen andere durchsetzen, oder vertrete ich einfach voller Vertrauen das, was mir am Herzen liegt? „Sich trauen“ fällt mir als Wort dazu ein – der eigenen Wahrnehmung, dem eigenen Gefühl (und dem eigenen Herzen!) ver-trauen und dann den Mut haben, dem auch zu folgen. In diesem Sinne: Trauen wir uns!

Anna Bahlinger

(Grafiken erstellt mit Neutrinos Through Windows, der Original-Human-Design-Software von Erik Memmert, www.newsunware.com)